Vollmond

Herbert Grönemeyer · Grönemeyer Live [1995]

Du bist voll

ich bin es auch



begoß den Kummer tief unten im Bauch;

Der Tag ist gemein

nur die Nacht ist lieb



schleich ums ein und andere Haus - gerade wie der letzte Dieb.

Versuch' schon lange

mit ihr Herz zu klauen.

Sie ist stur

ich bin es auch



red ihr ein

daß sie mich unendlich braucht



laß nicht locker

sei mein Kumpan



wir zwei beiden graben sie von allen Seiten an



steh mir bei

weil nur du es kannst.



Komm und mach sie süchtig

setz sie auf mich an



laß mich durch ihren Schlaf wandeln



wenn sie sich nicht wehren kann



wenn du das für mich tust

ist abgemacht



dann werde ich zum Werwolf und heul' dich an um Mitternacht.



Vollmond

setz mich ins rechte Licht



Vollmond

du weißt

sie will mich nicht.

Leucht ihr ins Gewissen

mach mir 'nen Heiligenschein



ich kann sie nicht mehr missen

beeil dich

mach sie mein -

Vollmond

ich bin so allein!



Du bist blaß

ich bin es auch



wenn bald nichts passiert

steh' ich völlig auf dem Schlauch.

Du ziehst so edel überlegen deine Bahn



bin so todtraurig

rührt dich das denn überhaupt nicht an?

Tu was

Planet

morgen ist es zu spät!

Mein letzter Hoffnungsschimmer

schau mir ins Gesicht



du mußt es für mich einfädeln

weil es sonst das Ende ist



ertrink in meinen Tränen

und Tränen lügen nicht



du kannst mich so nicht hängenlassen



hilf mir

laß mich nicht im Stich!



Vollmond

setz mich ins rechte Licht

...



Komm und mach sie süchtig

setz sie auf mich an

...

Vollmond

setz mich ins rechte Licht

...

Vollmond

setz mich ins rechte Licht

...