Spieluhr

Rammstein · Mutter

Ein kleiner Mensch stirbt nur zum Schein
wollte ganz alleine sein
das kleine Herz stand still für Stunden
so hat man es für tot befunden
es wird verscharrt in nassem Sand
mit einer Spieluhr in der Hand

Der erste Schnee das Grab bedeckt
hat ganz sanft das Kind geweckt
in einer kalten Winternacht
ist das kleine Herz erwacht

Als der Frost ins Kind geflogen
hat es die Spieluhr aufgezogen
eine Melodie im Wind
und aus der Erde singt das Kind

Hoppe hoppe Reiter
und kein Engel steigt herab
mein Herz schlägt nicht mehr weiter
nur der Regen weint am Grab
hoppe hoppe Reiter
eine Melodie im Wind
mein Herz schlägt nicht mehr weiter
und aus der Erde singt das Kind

Der kalte Mond in voller Pracht
hört die Schreie in der Nacht
und kein Engel steigt herab
nur der Regen weint am Grab

Zwischen harten Eichendielen
wird es mit der Spieluhr spielen
eine Melodie im Wind
und aus der Erde singt das Kind

Hoppe hoppe Reiter
und kein Engel steigt herab
mein Herz schlägt nicht mehr weiter
nur der Regen weint am Grab
hoppe hoppe Reiter
eine Melodie im Wind
mein Herz schlägt nicht mehr weiter
und aus der Erde singt das Kind

Hoppe hoppe Reiter
mein Herz schlägt nicht mehr weiter

Am Totensonntag hörten sie
aus Gottes Acker diese Melodie
da haben sie es ausgebettet
das kleine Herz im Kind gerettet

Hoppe hoppe Reiter
eine Melodie im Wind
mein Herz schlägt nicht mehr weiter
und aus der Erde singt das Kind
hoppe hoppe Reiter
und kein Engel steigt herab
mein Herz schlägt nicht mehr weiter
nur der Regen weint am Grab
Hoppe hoppe Reiter
eine Melodie im Wind
mein Herz schlägt nicht mehr weiter
und aus der Erde singt das Kind...

Spieluhr - Rammstein

Released on the 2001 album Mutter, "Spieluhr" stands as a defining track in Rammstein's evolution toward a darker, more industrial sound. The song features the band's signature blend of heavy distortion, rhythmic pounding, and the haunting vocal delivery of Till Lindemann. Thematically, it explores the concept of time and the inevitability of its passage, utilizing the metaphor of a clock to underscore the group's fascination with mortality and decay. Musically, it showcases the band's ability to integrate electronic textures with traditional rock structures, creating an atmosphere of oppressive tension that became a hallmark of their later work. As a staple of their live performances, the track exemplifies the band's commitment to creating a visceral, immersive auditory experience that resonates deeply with fans of the Neue Deutsche Härte genre.